Die Auseinandersetzung mit der Betreuung und Behandlung älterer Menschen mit einer Diagnose aus dem dementiellen Formenkreis, aber auch mit einer Diagnose aus dem gesamten gerontopsychiatrischen Bereich, gewinnt aufgrund der überproportionalen Zunahme Hochbetagter immer mehr an Bedeutung. Nicht selten führen kognitive Störungen, Verhaltensänderungen (Aggression, Unruhe, Umherwandern, Schlafstörungen) und psychotische Symptome (Wahnvorstellungen, Verkennungen, Halluzinationen) der Erkrankten zu Eskalationen im häuslichen Umfeld. Angehörige und Bezugspersonen stoßen im Zuge der Betreuung bald an Grenzen, und nicht selten sind stationäre Spitalsaufenthalte oder ein frühzeitiger Rückzug in eine Pflegeeinrichtung die Folge.

In solchen Krisensituationen versuchen wir auf der Gerontopsychiatrischen Tagesklinik 14/3 älteren Menschen mit unserem Angebot zu helfen, um diesen Langzeithospitalisierungen in Spitals- oder Pflegeeinrichtungen präventiv entgegenzuwirken und einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten häuslichen Umgebung zu gewährleisten.

Wir verfügen über zehn systemisierte Betreuungsplätze, die in einem Zeitraum von etwa drei Monaten bis zu fünfmal pro Woche jeweils in der Zeit von 8.00 bis 15.00 Uhr in Anspruch genommen werden können. Dabei bilden eine diagnostische Abklärung, ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept, die Zusammenarbeit mit Angehörigen und das Organisieren einer langfristigen Nachbetreuung die Schwerpunkte unserer Arbeit.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Tagesklinik ist ein Ausmaß an Mobilität, die es ermöglicht, mit Hilfe eines von der Krankenkasse finanzierten Vertragsfahrtendienstes den Transfer von zuhause in die Tagesklinik zu bewältigen.